Die Geschichte vom Bad Schwarzenberg

Die Mineralwasserquelle wurde 1640 durch Goldgräber entdeckt. Ursprünglich wurde das Bad Schwarzenberg als Kur- und Heilbad betrieben. Personen welche an Ischias, Gicht und anderen rheumatischen Krankheiten leideten, fanden beim Baden Heilerfolge.

Im Jahre 1930 wurde das Mineralwasser vom Bad Schwarzenberg vom damaligen Chefarzt vom Kantonsspital Aarau sehr geschätzt und in eigenen Bügelflaschen als Spitalwasser an die Patienten abgegeben.

In einer alten Chronik über die Quelle steht, dass das Wasser in Holzfässer abgefüllt wurde und über die Staffelegg nach Basel und weiter ins naheliegende Elsass, sowie Waadtland geführt und verkauft wurde.

1935 brannte es im Bad Schwarzenberg, der Kurbetrieb wurde aufgrund des Brandes gänzlich eingestellt. Nur das Restaurant und die Quelle wurden weiterhin betrieben.

Die Brandstatt im "Bad Schwarzenberg" nach dem Ereignis am 11. November im Jahr 1935

Im Sommer 1936 erwarb Hans Hinnen mit dem Kaufmann Hans Eggmann die Brandruine. Der Wiederaufbau beschränkte sich auf den alten Gebäudetil, die Reste der ehemaligen Scheune und des Turmes wurden beseitigt. Nun wurde im ehemaligen "Badhaus" die Abfüllanlage für das Mineralwasser platziert.

1964 erwarb die neu gegründete Mineralquelle Bad Schwarzenberg AG die ganze Anlage. Die Abfüllanlage wurde modernisiert, wobei aber die Wirtschaft nicht berücksichtigt wurde. Nach mehreren Pächtern wurde aufgrund der alten Infrasturktur die Gaststätte 1967 geschlossen.

Nach mehreren gescheiterten Renovationsprojekten konnte die umgebaute Gaststätte erst nach fünf Jahren wieder eröffnet werden. Der neue Pächter Dieter Roth hauchte dem totgeglaubten Restaurant wieder neues Leben ein.

1973 wurde die Mineralquelle Bad Schwarzenberg AG von der Brauerei Hochdorf übernommen, welche ihrerseits 1990 von der Brauerei Feldschlösschen aufgekauft wurde.

1990 wurde die Mineralwasserabfüllung geschlossen und das Restaurant an Dieter Roth verkauft.

Quelle: Ortsgeschichte Gontenschwil; Bearbeitet von Rolf Bolliger und Markus Widmer-Dean